Naturheilpraxis am Wall

Was gibt es Neues ...


Frühling – die Jahreszeit der Wandlungsphase Holz

Der meteorologische Frühling ist bereits da und es ist deutlich spürbar: der Frühling naht - die Natur stellt sich langsam auf die neue Jahreszeit ein. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und die ersten Vögel zwitschern wieder in den Morgen- und Abendstunden.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist der Frühling dem Holz-Element zugeordnet. Für den Frühling steht daher die Phase des grünen ‚Holzes' - im Frühling sprieß alles, neue Kraft schießt in die Bäume. Die Natur scheint zu explodieren, Blätter, Äste, Zweige und Stämme, alles sprießt und wächst. So ist dem Element des Holzes auch die Zeit der Kindheit zugeordnet, in der alles wächst und vor neuen Ideen nur so sprüht.


Die Organe des Holz-Elements
Die TCM ordnet dem Holz-Element die Organe Leber und Gallenblase zu. Die Leber ist kreative Kraft, die unser Wachstum bewirkt, sie entwickelt Visionen und Pläne. Sie sorgt auch dafür, dass Energie (Qi) und Blut im ganzen Körper fließen. Die Leber "nährt" Muskeln und Sehnen, macht die Augen klar und versorgt unsere Nägel.

Die Entscheidung darüber, was gemacht wird und was nicht, trifft die Gallenblase. Sie ist es auch, die uns dabei hilft, uns mit unseren Bedürfnissen in der Außenwelt durchzusetzen und hat Einfluss auf unser mutiges und entschlossenes Handeln. Beide Organe arbeiten eng zusammen, denn ohne sinnvolles Konzept (Leber) sind Entscheidungen (Gallenblase) nutzlos.

Erkrankungen des Holz-Elements
Die Kräfte des Holz-Elements können stark gestört werden, wenn wir unseren Lebensraum nicht genügend ausbreiten können, wenn keine Zeit und kein Raum ist für unsere Ideen und Visionen oder aber, wenn uns unsere Entscheidungen ständig aus der Hand genommen werden. Eine häufige Störung im Holz-Element ist daher die Leber-Qi-Stagnation, die dann auftritt, wenn der freie Fluss der Lebensenergie nicht gewährleistet ist und unterdrückt wird. Ein Druck oder Schmerz unter dem Rippenbogen zeigt diesen Qi-Stau an. Ein Stoßseufzer ab und an lässt die gestaute Leberenergie wieder frei fließen. Nächtliches Aufwachen zwischen 1.00 und 3.00 Uhr weist ebenso auf eine Störung im Holz-Element hin.

Mögliche Erkrankungen des Holz-Elements können sein:
Augenerkrankungen, Depressionen, Engegefühl im Thorax, kalte Hände und Füße, Kopfschmerzen, muskuläre Probleme, Schlafstörungen mit unruhigen Träumen, Schmerzen bei der Periode, Verdauungsstörungen.

Wut ist das Gefühl Holz-Elements
Wut und Aggression sind die Emotionen der Leber. Wut zu spüren zeigt eine kräftige Leberenergie an. Wut häufig zu unterdrücken und/oder ständig wütend zu sein, schwächt diese. Doch in unserem Leben, unserer Kultur schaut es oft so aus, dass wir Blockaden nicht gleich verändern können oder wollen. Wir quälen uns jahrelang am unpassenden Arbeitsplatz, stecken in der Partnerschaft häufig zurück und auch sonst schaffen wir es nicht, Blockaden aus der Welt zu schaffen. Den Spruch „es ist ihm/ihr eine Laus über die Leber gelaufen“ kennen Sie sicherlich, d.h. jemand ist sauer oder wütend auf/über etwas. Oder „Wut macht blind“. Hier sieht man den Zusammenhang zwischen dem Gefühl Wut und dem Sinnesorgan des Holz-Elements, die Augen.

Ernährungstipp im Frühjahr:
Lassen Sie unterschiedliche Samen keimen – sie tun der Leberenergie gut - und streuen Sie diese über Gemüse, Eintopf oder Salate.

Neugierig geworden?
Eine Vortragsreihe über die Welt der 5 Elemente startet am 23. April 2012 mit dem Thema Holz.